Sonntag, 26. Oktober 2008

"Einsatz in Fredericton"

Hier in Canada kann man an einem Geldautomaten nicht nur Geld abheben, nein, man kann auch etwas einzahlen, z.B. einen Scheck.
Und genau das wollten Andreas und ich am heutigen Sonntag, vor unserem Wocheneinkauf erledigen. Wir fuhren also zur Bank, betraten den Voraum mit den Automaten, erledigten unser Vorhaben und wollten gerade wieder gehen, als wir vor der Tuer Polizeisirene wahrnahmen.
Wie im Film sahen wir direkt vor der Bank ein altes Auto, welches von mindestens 9 Cops mit der Waffe im Anschlag umzingelt war. Einer davon sah aus wie auf dem Foto, mit Helm und einem Maschinengewehr im Anschlag. Wir gingen vorsichtshalber erst mal in Deckung und ich hoffte, dass die Glasscheibe des Bankvorraums aus Panzerglas ist.
Aus dem alten Auto rakten aus allen Fenstern ergeben die Haende und die Cops, darunter einer in Zivil mit Pistole, holten einen nach dem anderen gaaaanz langsam aus dem Auto. Es waren mindestens 6 Jugendliche, auf die jeweils die Waffen gerichtet wurden und die sich zum Anlegen der Handschellen hinknieen mussten und dann in Polizeiwagen gesperrt wurden.
Insgesamt waren 7 Polizeiwagen dort, der MG-Mann hatten einen zivilen Dodge Charger und der Zivile fuhr ein Taxi!! Wo er das wohl her hatte??
Es war wirklich wie im Film, wobei ich eigentlich immer dachte, dass sowas in den US-Filmen uebertrieben dargstellt wird. NEIN, das ist wirklich so.
Nach ca. 15 Minuten waren alle "verschnuert" und "verpackt" und wir trauten uns langsam wieder aus unserem Versteck.

Das war mal wieder ein echtes Abenteuer und wir sind sehr gespannt, was wir darueber morgen in der Zeitung lesen werden. Ich hab mir bald ins Hemd gemacht, aber der Andreas fand's spannend.

Samstag, 11. Oktober 2008

Radtour mit Hindernissen

Andreas hat unser "Ghetto-Rad" und den "alten Hirsch" wieder flott gemacht und mit unseren brandneuen und super chicken Fahrradhelmen (Pflicht hier!) haben wir uns heute auf den Weg zu unserer 1. kanadischen Radtour gemacht.

Erstmal ging es schoen bergab durchs Wohngebiet bis zum "Fredericton River Valley Trail" der fast direkt vor unserer Haustuer beginnt und ca. 1o km am Fluss entlang nach Downtown Fredericton fuehrt. Es war super schoen, die herbstlichen Farben, das tolle Wetter, viele Eichhoernchen... bis es ploetzlich, nach ca. 4km Trail-fahrt so laut knallte, als ob jemand auf uns schoss.


Andreas Hinterreifen war hin. Ein riesen Loch, sogar der Mantel war beschaedigt.


Zum Glueck waren wir gut ausgestattet und Andreas reparierte den Schaden notduerftig, so dass wir ca. 1 km zurueck zum Bucket-Club (ein Campingplatz mit Bootsverleih und Golfanlage) fahren konnten.


Von da aus bin ich dann alleine die 3km wieder heim gefahren (die letzten 800m steil bergauf, stoehn!) und hab das Auto geholt. Zusammen sind wir zum Canadian Tire (Baumarkt), haben einen neuen Schlauch und einen neuen Mantel gekauft, sind zurueck zum Bucket-Club, Andreas hat das Rad repariert und ich bin zurueck nach Hause gefahren und mit dem Rad wieder die 3km zu ihm zurueck. Bis ich dort ankam, war er auch fast fertig und so starteten wir den 2. Versuch.
Diesmal ist alles gut gegangen, wir hatten eine tolle Radtour mit Kaffeepause, haben den Marco an der Tankestelle besucht und ein Eis gegessen (das hab ich mir auch verdient!!). Die Bilder sind im Album.

Samstag, 4. Oktober 2008

Herbstliche Beschaeftigung: Apple Picking


Heute waren wir zusammen mit Freunden in Gagetown zum Aepfelpfluecken.

Super leckere Macintosh.

Anschliessend gab's bei Rhonda und Bill BBQ Hotdogs und Lagerfeuer-Marshmallows.

So laesst sich der Herbst aushalten :-)

Fotos im Album...

Mittwoch, 1. Oktober 2008

LET'S DO THE TIME WRAP AGAIN!


"The Rocky Horror Show" im Playhouse in Fredericton. Yeah! Das konnten wir uns natuerlich nicht entgehen lassen. Und so haben wir uns am Samstag, zusammen mit Renate und Peter aufgemacht, zur "Campy-Trash-Time".


Ich wusste ja ungefaehr, was auf mich zukommt, denn ich hab' vor vielen Jahren mal den Film gesehen. Aber Andreas war voellig ahnungslos und bekam schon Schweissausbrueche, als er im Publikum den ein oder anderen jungen Mann mit Netzstruempfen und Strapsen entdeckte.

So nahm der Abend seinen Lauf und wir sassen (in Ermangelung einer Zeitung) mit unseren Programmheften auf dem Kopf zwischen blinkenden Taschenlampen im Konfettiregen, waehrend um uns herum die Gummihandschuhe schnappten und uns Klopapierrollen um die Ohren flogen. Selbstverstaendlich haben wir auch den "Time-Wrap" getanzt und hatten super viel Spass dabei. Die Ausfuehrung war EINZIGARTIG, erstklassige Schauspieler und eine tolle Band.

Anschliessend sind wir in den Irish Pub in der Naehe des Playhouse gegangen und haben noch ein paar Chicken-Wings und Guinness vertilgt, als ploetzlich fast das gesamte Ensemble mit an unserem Tisch sass. Das war's natuerlich wieder...! Ein super schoener Abend!


Montag, 29. September 2008

Nichts passiert bei uns

Hier bei uns in Fredericton hat es zwar die ganze Nacht geschuettet wie aus Eimern und es war sehr sehr stuermisch, aber im Grossen und Ganzen steht alles noch an seinem Platz.

Hier die Pressemeldung der DPA


29.9.2008 Hurrikan "Kyle" auf kanadische Küste getroffen
Zehntausende Menschen im Osten Kandas sind ohne Strom. Meldungen über Verletzte oder Tote gab es vorerst nicht.


Hurrikan Kyle, hier noch über dem Atlantik, ist in derNacht zum Montag auf die kanadische Küstegetroffen. Bild: Reuters
Montreal/Hamburg - Mit Windgeschwindigkeiten von 120 Stundenkilometern und schweren Regenfällen hat Hurrikan "Kyle" in der Nacht zum Montag die kanadischen Provinzen Nova Scotia und New Brunswick erreicht. Nach Berichten des kanadischen Rundfunks fiel in mehr als 18 000 Haushalten der Strom aus. Inzwischen verlor "Kyle" an Stärke und wurde vom Hurrikanzentrum in Dartmouth zum Sturm herabgestuft.Ob durch das Unwetter Menschen verletzt wurden, war zunächst nicht bekannt. Wie der Rundfunk weiter meldete, war der Sturm nach Augenzeugenberichten jedoch weniger heftig als befürchtet. Etwa 70 Hummer-Fischer hatten vorsorglich ihre Boote in Sicherheit gebracht. Tankstellen und Supermärkte berichteten, dass viele Küstenbewohner in letzter Minute vor dem Sturm noch Kerzen, Taschenlampen, Wasser und Kartoffelchips eingekauft haben.Der Wirbelsturm erreichte Kanada genau fünf Jahre, nachdem Hurrikan "Juan" dort schwere Schäden angerichtet hatte. Am 29. September 2003 hatte das Unwetter bei Halifax auf Land getroffen. Damals starben acht Menschen. (dpa)

Sonntag, 28. September 2008

Hurricane KYLE auf dem Weg zu uns





Heute nacht soll es hier rund gehen.


Im TV sieht man nichts anderes als Warnungen vor KYLE, dem Hurricane, der mit 120 Sachen die Stunde auf uns zu kommt.


Wir haben unsere Hollywoodschaukel, die Gartenmoebel und die Topfpflanzen in Sicherheit gebracht und die Katzen haben heute Nacht Stubenarrest. Die Handtasche ist mit den wichtigesten Dokumenten gepackt (Ihr kennt mich ja, gell!) und im TV wird geraten, die Stecker der Elektrogeraete heute nacht raus zu ziehen. Leider haben wir keine Garage fuer unser Auto mehr, aber das hat auch einen Vorteil, denn wo keine Garage ist, kann auch keine wegfliegen ;-)


Schaun mir mal, was so kommen wird...


Wir wohnen uebrigens etwa genau am Punkt von "8 a.m. Mon."

Sonntag, 21. September 2008

Urlaub - mal anders

Letzte Woche war ich zusammen mit Andreas im Truck unterwegs.



Los ging es am Montag frueh mit einem Trucktausch in Moncton (New Brunswick) und einer Tour nach Nova Scotia. Zurueck in Moncton wurde die Zugmaschine nochmal getauscht (weil's so schoen war) und wir starteten mit einem Trailer voller Torf in Richtung USA. Ueber Maine, New Hampshire, Massachussets, Connecticut, New York State ging es nach McAdoo in Pennsylvania zur Abladestelle in einer Grossgaertnerei.
Weiter gings zur naechsten Ladestelle ueber Maryland nach Virgina. Dort gab es einen Trailer Auspuffteile, den wir ueber West Virginia, Maryland, Pennsylvania und New York State nach Toronto/Ontario brachten.
Dort kamen wir am Donnerstag vormittag an, lieferten die Auspuffteile ab, brachten den leeren Trailer zu einer Reifenfirma und fuhren mit dem Truck zum Truckstop. Hier blieben wir bis Samstag frueh stehen, mieteten uns ein Auto und verbrachten 2 Tage "off" an den Niagara Faellen und in Toronto Downtown.
Am Samstag nachmittag ging es dann mit einem Trailer voller Reifen zurueck in Richtung Heimat, durch Ontario und Québec nach Woodstock New Brunswick, wo wir Mikes neues Zuhause besichtigen durften. Zusammen Mike, seiner Mom und Iris, die gerade zu Besuch sind, sind wir dann noch in Woodstock essen gegangen und haben den "Urlaub" offiziell beendet.

Das waren knapp 5.000 km in einer Woche. Fuer mich SEHR VIEL, fuer Andreas GANZ NORMAL. Wir hatten die ganze Woche ueber super Wetter und ich habe eine Menge von diesem schoenen Kontinent gesehen.

Es war ein voellig anderer aber sehr schoener Urlaub.
Eine Menge Bilder hab ich natuerlich auch gemacht, die meissten allerdings aus dem fahrenden Truck, ich bitte um Nachsicht (grins).